Und wie immer gilt „System follows process follows strategy“. D.h. was genau will man mit welchen Assets machen? Welche Prozesse sollen dabei unterstützt werden? Wer soll damit arbeiten?  

Im Prinzip kann man mit jedem MAM/DAM und damit auch mit jenen, die in einem PIM integriert sind, Bilder, Dokumente, Videos usw. erfassen, kategorisieren und verschlagworten, um sie dann zu publizieren und zu distribuieren.

Die Art und Weise, wie die Bilder, Dokumente, Videos usw. in den Systemen erfasst, kategorisiert und verschlagwortet werden, ist oft recht unterschiedlich, und zumeist sind in diesen Prozess nur einige wenige Personen in der Organisation involviert. Viel wichtiger und auch entscheidend für die Frage dieses Beitrags ist daher die Publikation und Distribution und die Usability und Performance dabei! 

Während kombinierte PIM/MAM Systeme meist mächtige, auf Key-User ausgelegte Experten-Systeme darstellen, deren Inhalte vorrangig automatisiert und hoch performant publiziert werden, sind dedizierte MAM/DAM-Systemen für sehr unterschiedliche Mediennutzer nutzbare Systeme. Damit sind letztere auch für Gelegenheits-User geeignet, d.h. Personen, die nur ab und an ein Bild suchen, um dies z.B. in Gelegenheitspublikationen wie Vertriebspräsentationen oder Messeflyer einzufügen. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage, welche Medien verwaltet werden. Wenn es sich weit überwiegend um produktorientierte Medien handelt, spricht das für eine primäre Verwaltung im MAM-Modul des PIM-Systems. Die Zurverfügungstellung dieser Medien für Gelegenheits-User kann dann über ein Medienportal erfolgen, das eine einfache, sichere und intuitive Suche und Bedienung bietet und aus dem PIM automatisch befüllt wird. Sollen hingegen über produktorientierte Medien hinaus viele weitere Medien verwaltet werden, treten wieder die dedizierten MAM/DAM-Systeme in den Vordergrund. In diesem Fall sind die produktorientierten Medien nur ein Teil einer viel größeren Medienmenge. Die produktorientierten Medien würden daher wie alle anderen Medien im MAM/DAM-System gemanagt - und das PIM-System bedient sich aus diesem.

Deshalb sind dedizierte MAM-Systeme immer dann eine gute Wahl, wenn die Verteilung der Medien in vielen Formen/Formaten/Größen/Farben/Auflösungen etc. an viele Nutzer im Fokus steht, die dazu eine einfache, sichere und intuitive Bedienung benötigen - und wenn die produktorientierten Medien nur einen Teil einer viel größeren Medienmenge darstellen. Wenn hingegen produktorientierte Medien und deren automatisierte Publikation in Print, Online und anderen Kanälen im Vordergrund stehen, ist ein kombiniertes PIM/MAM-System meist die bessere Wahl - gegebenenfalls erweitert um ein Medienportal für ergänzende, individuell gesteuerte Publikationen.

Wie so oft liegt also die Herausforderung in der konkreten Konstellation des Anwenderunternehmens – daher lassen Sie uns einfach über Ihre Anforderungen sprechen: wir lassen Sie gerne an unseren Erfahrungen aus über 100 Projekten mit PIM/MAM oder PIM und MAM teilhaben.